Dramatisch und dunkel oder doch lieber lyrisch und hell?

Die verschiedenen Stimmlagen der Opernsänger:

Wie hoch singt ein Koloratursopran, was ist der Unterschied zwischen einem Bassbariton und einem Bass und was ist eigentlich überhaupt ein Countertenor?

man-40140_1280.png
(c) Pixabay

Menschen können unterschiedlich hoch singen. Wir haben alle spätestens in der Schule im Musikunterricht schon festgestellt, dass manche Mädels wahnsinnig hoch kreischen können und einige Jungs auf einmal anfangen da unten herum zu brummen. Aber wie werden diese Stimmlagen bezeichnet und unterteilt und was hat es damit auf sich?

Für die Musik-affinen unter euch hier die graphische Darstellung der Stimmumfänge:

Tonhöhen_der_stimmlagen
Tonhöhen von Stimmlagen (c) Zulu55/WikiCommons

Frauenstimmen:

Sopran: Fangen wir ganz oben an mit dem Sopran, der höchsten Frauenstimme. Bekannteste Vertreterin ist bestimmt die Königin der Nacht aus Mozarts Zauberflöte welche zu den höchsten Arien gehört und somit zum Koloratursopran. Aber nicht alle quietschen so hoch, auch eine Anna Netrebko ist ein Sopran:

 

Mezzosopran: Ein bisschen tiefer und dunkler gefärbt ist der Mezzosopran. Die Hauptfigur aus Carmen von Bizet ist eine traumhafte Mezzorolle und Elina Garanca ist im Moment wahrscheinlich die Beste:

 

Alt: Die tiefste unter den Frauenstimmen, singt sie meist Mütter oder ältere Frauen. In Opern sind wichtige Alt-Partien aber eher selten gesät und da der Übergang zwischen Alt und Mezzo fast fließend ist, decken beide Stimmen oft beide Rollen ab. Manchmal werden Altrollen auch von Männern die in ihrer Kopfstimme singen übernommen (Countertenor), dazu aber mehr später.

 

Männerstimmen:

Tenor: Der mit den meisten Titelrollen und der, der immer alle Frauen abbekommt. Die meisten Hauptrollen in Opern sind Tenöre demnach auch die berühmtesten Sänger wie Pavarotti oder Domingo.

 

Countertenor: Eine Spezialität der Männerstimmen, liegt sie im bereich des weiblichen Alt und wird mit der Kopfstimme gesungen. Vorallem im Barock sind diese Stimmen häufig gefragt und hören sich für uns heutzutage ein bisschen ungewöhnlich an:

 

Bariton: Mein absoluter Favorit unter den Männerstimmen, meistens klingen sie wie Samt und Öl. In der Mitte zwischen Bass und Tenor gelagert können sie sich über einige sehr nette Rollen freuen:

 

Und zu guter letzt, der Bass: Wie ihr euch denken könnt ist das die tiefste Vertretung der Männer. Ähnlich wie bei den Frauenstimmen werden gerne Baritonrollen von Bässen übernommen und ein Sänger der beides singen kann wird Bassbariton genannt.

 

Advertisements

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out /  Change )

Google photo

You are commenting using your Google account. Log Out /  Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out /  Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out /  Change )

Connecting to %s